Am Mittwoch, 25.03.2026 durften wir Ernst Krakenberger, einen Überlebenden des Holocaust bei uns an der Schule begrüßen.
Er erzählte den Zehntklässlerinnen und Zehntklässler aus seinem bewegten Leben, das er nur führen konnte, weil seine jüdischen Eltern ihn in den von Deutschland besetzten Niederlanden an eine befreundete katholische Familie übergaben, die den 1940 geborenen Ernst bis zum Kriegsende versteckte. Erst Monate danach konnten seine Eltern, die mehrere Konzentrationslager wie durch ein Wunder beide überlebt haben, ihren Sohn wieder zu sich nehmen.
Ernst Krakenberger kehrte in den 1960er Jahren zurück nach Nürnberg, woher seine Eltern ursprünglich gekommen waren, und lebt nach einem langen Berufsleben, das ihn in viele Länder geführt hat, mit seiner zweiten Ehefrau noch heute dort.
Besonders ergreifend war es, als Ernst Krakenberger einen Brief vorlas, den ihm seine Pflegemutter zum fünfzigsten Geburtstag geschrieben hat. Darin beschreibt sie auch die Momente, in denen sie fürchtete, dass ihr heimlicher Gast den Besatzern auffällt, weil er z.B. verbotenerweise nicht hinten im Garten, sondern vor dem Haus gespielt hat. Ergreifend war auch ihre Schilderung des Hungerwinters 1944/45.
Die Botschaft von Ernst Krakenberger war klar: Wir sind alle Menschen!
Wir bedanken uns bei Herrn Krakenberger und dem ihn begleitenden Ehepaar Winkler für den beeindruckenden Vormittag sowie bei den Lehrkräften Frau Henrichs, Frau Schluch und Herrn Lemler, die den Besuch mit den Schülerinnen und Schülern vor- und nachbereitet haben.






